Improvisation war für den Schauspieler Markus Zett zunächst ein Befreiungsschlag: Nach einer soliden Ausbildung an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, Österreich, hielt er sich für seinen Geschmack allzu buchstäblich an Vereinbartes und Geprobtes. Um seinen Spielraum zu erweitern und die Angst zu überwinden stellte er sich 2002 mit dem Projekt Chronik selbst eine Herausforderung: 5 einstündige Solo-Impro-Abende – ausgehend von Kurzmeldungen in Tageszeitungen, jeweils mit eigener Grundstruktur. Nie zuvor war so viel Adrenalin, nie zuvor auch soviel Lust am Spiel.
Chronik war eine der ersten Produktionen für theaternyx, jener Produktionsplattform, die Zett 2000 in Kollaboration mit Claudia Seigmann in Linz etablierte. Ab 2004 war er für theaternyx hauptsächlich als Regisseur, Dramaturg und Autor tätig, bis er 2007 mit seiner Amerika-Trilogie ground zero wieder als Schauspieler auf die Bühne ging. Der dritte Abend dieser Serie – Amerika träumen – entstand in Kooperation mit den Impropheten. Diese Zusammenarbeit war 2008 Anlass für eine Einladung in das Ensemble deren, aus denen 2011 die zebras hervorgegangen sind.
2009 kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Théâtre en Flammes, Lausanne, im Improvisationsstück La première fois von Regisseur Denis Maillefer. Im selben Jahr erhielt theaternyx für die Produktion siebenundzwanzig. eine geistergeschichte. den Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreich / Anerkennungspreis, bei der Zett für Stück und Regie verantwortlich zeichnete.
Markus Zett lebt derzeit in Wien und arbeitet in Österreich und Deutschland.